Coaching, Systemische Ansätze

Systemisches Coaching

Systemisches Coaching ist ein aufgabenbezogenes, ressourcen-aktivierendes und lösungsorientiertes Beratungsformat.

Mit einer inneren Grundhaltung von Respekt, Empathie, Neugier und Wertschätzung können mittels vielfältiger Methoden soziale Prozesse in unterschiedlichsten sozialen Kontexten reflektiert sowie eigene Ressourcen genutzt und verstärkt werden, um neue Lösungswege zu eröffnen.

Die systemische Sichtweise interessiert sich nicht für die Probleme, Ursache oder sogar Schuld, sondern vielmehr für Wechselwirkungen zwischen den Elementen sozialer Systeme sei das nun in einer Familie, einer  Firma oder einer Organisation.

Der Coach soll sich von der Vorstellung reiner Ursache-Wirkungs-Beziehungen verabschieden und nicht darauf fokussieren, wie wir das Problem weggelöst bekommen, sondern auf die autonome und selbstorganisierte Mensch oder Organisation und die Wechselwirkungen in seiner Umgebung fokussieren.

Die Interventionen sind im systemischen Kontext nur Angebote oder Einladungen. Was ein Klient daraus macht, entscheidet er autonom. Der Coach unterstützt den Prozess auf professionelle Weise durch gezielte Fragen, Feedback, Übungen.

Eine Intervention im systemischen Kontext ist nützlich, wenn der Handlungsspielraum erhöht und zu tragfähigeren Denk- und Handlungsmustern in Bezug auf das Coaching-Ziel bzw. Anlegen vom Coachee geführt werden konnte. Tragfähig können nur solche Lösungen sein, die an den vorhandenen Potentialen des Coachee ansetzen und diese erweitern.

Um eine tragfähige Lösung erarbeiten zu können, müssen dabei bestimmte Prinzipien gefolgt werden:

  1. Ein System ist mehr als die Summe seiner Teile.
    Soziale Systeme entwickeln eigene Kulturen. Verhalten in Systemen lässt sich daher nur systemisch erklären.
  2. Lösungsfokussierung.
    Die Betrachtung des Problems ist oft schon das Problem. Im Coaching lautet die Frage daher nicht: „Was genau ist die Ursache für das Problem?“ Sondern die Frage lautet: „Was genau muss geschehen, damit das Problem nicht mehr auftritt?“
  3. Fokus auf Wahrnehmungen, nicht auf Wahrheiten.
    Es geht (mit Ausnahme eindeutig überprüfbarer Fakten) nicht darum, was vermeintlich wahr ist, sondern um die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Menschen.
  4. Wahlmöglichkeiten erhöhen.
    Menschen nehmen in Problemsituationen die Auswege nicht wahr und laufen immer wieder gegen die Wand – oft nur zehn Zentimeter neben der offenen Tür. Ein Wechsel der Perspektive hilft hier weiter. Lösungen lauern überall!
  5. Segeln statt rudern.
    Dynamiken des Systems nutzen, nicht gegen sie arbeiten. Im Coaching werden Wege erarbeitet, wie Menschen sich selbst ändern können, um innerhalb des bestehenden Systems zum Ziel zu kommen.
  6. Dynamisch handeln.
    Die Navigation in lernenden Systemen, so auch Coaching, ist ein dynamischer Prozess, der große Aufmerksamkeit und fortwährende Überprüfung von Wegen und Zielen erfordert.

Ein guter Einstieg ist auf die Webseite von mind-steps zu finden:

Wenn ihr eine Ausbildung zu Systemisches Coaching sucht, kann ich euch die Systemisches Coaching und Change Management Ausbildung von INeKO – Institut an der Universität zu Köln empfehlen.

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